Bericht zur SL InfoHour – 17. März 2026

Maschinenverordnung (MVO) in Safexpert umsetzen

Im Rahmen der unserer fünften SL InfoHour zeigte Gastreferent Christian Aumann, Produktmanager von IBF, wie Unternehmen die Anforderungen der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230) strukturiert und effizient in der Praxis umsetzen können.

In seinem Vortrag stellte er anhand konkreter Beispiele aus der Software Safexpert vor, wie sich der Übergang von der Maschinenrichtlinie zur Maschinenverordnung organisieren lässt und welche Werkzeuge dabei helfen, den Überblick über Normen, Anforderungen und Dokumentationen zu behalten.

Hintergrund und Kontext

Die Maschinenverordnung ersetzt langfristig die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Für Hersteller bedeutet das, bestehende Prozesse zur CE-Kennzeichnung zu überprüfen und teilweise anzupassen.

Christian Aumann machte deutlich, dass viele Unternehmen derzeit vor ähnlichen Fragen stehen:
Wie lassen sich bestehende Projekte weiter nutzen? Welche Änderungen ergeben sich konkret durch die MVO? Und wie kann man sicherstellen, dass Normen und Anforderungen aktuell bleiben?

Eine strukturierte Vorgehensweise und geeignete Softwaretools können dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Warum eine spezialisierte CE-Software sinnvoll ist

Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Rolle spezialisierter Software im CE-Prozess.

Safexpert unterstützt Unternehmen dabei, die einzelnen Schritte der CE-Kennzeichnung systematisch zu bearbeiten – von der Risikobeurteilung über die Normenrecherche bis hin zur Erstellung der technischen Dokumentation.

Die Software ist modular aufgebaut und kann je nach Bedarf erweitert werden, beispielsweise um Funktionen für Risikobeurteilung, Normenmanagement oder Projektverwaltung. Damit eignet sie sich sowohl für kleinere Unternehmen als auch für größere Organisationen mit mehreren parallel laufenden Projekten.

Vom bestehenden Projekt zur MVO-konformen Umsetzung

Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, bestehende Projekte aus der Maschinenrichtlinie weiterzuführen.

Im Vortrag wurde gezeigt, dass dies grundsätzlich möglich ist – vorausgesetzt, die bestehenden Daten sind sauber strukturiert. Entscheidend ist dabei:

  • eine klare Zuordnung von Anforderungen,
  • die Aktualisierung relevanter Normen,
  • sowie die Überprüfung der bestehenden Risikobeurteilung im Hinblick auf neue Aspekte der MVO.

 

Risikobeurteilung und Anforderungen im Blick behalten

Ein Schwerpunkt lag auf der Risikobeurteilung nach EN ISO 12100.

Gezeigt wurde, wie eine strukturierte Gefährdungsliste dabei hilft, Risiken systematisch zu erfassen und mit passenden Schutzmaßnahmen zu verknüpfen. Besonders relevant im Kontext der Maschinenverordnung ist die stärkere Verknüpfung von:

  • Gefährdungen,
  • Anforderungen,
  • und konkreten Maßnahmen.

Durch wiederverwendbare Maßnahmen und eine konsistente Struktur lässt sich der Aufwand deutlich reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Bewertung erhöhen.

Anforderungen der Maschinenverordnung im Blick behalten

Ein weiterer wichtiger Punkt war die systematische Abbildung der Anforderungen der Maschinenverordnung.

Im Vortrag wurde deutlich, dass es nicht ausreicht, Anforderungen isoliert zu betrachten. Vielmehr müssen sie direkt mit der Risikobeurteilung und den umgesetzten Maßnahmen verknüpft werden.

Nur so entsteht eine nachvollziehbare und prüfbare Struktur, die auch im Rahmen von Marktüberwachung oder internen Audits Bestand hat.

 

Normenmanagement als kritischer Erfolgsfaktor

Gerade im Zuge der Maschinenverordnung gewinnen harmonisierte Normen weiter an Bedeutung.

Ein zentrales Learning aus dem Vortrag:
Normen sind kein statischer Bestandteil des CE-Prozesses, sondern müssen kontinuierlich überwacht werden.

Änderungen oder Zurückziehungen von Normen haben direkte Auswirkungen auf laufende Projekte. Eine transparente Verwaltung und frühzeitige Information über Änderungen sind daher entscheidend für die Rechtssicherheit.

Fazit

Der Vortrag von Christian Aumann zeigte deutlich, dass der Umstieg auf die Maschinenverordnung zwar neue Anforderungen mit sich bringt, sich mit einer systematischen Vorgehensweise jedoch gut bewältigen lässt.

Unternehmen, die ihre CE-Prozesse systematisch aufbauen und Risikobeurteilung, Anforderungen und Dokumentation eng miteinander verknüpfen, können die neuen Anforderungen effizient und nachvollziehbar umsetzen.

Digitale Werkzeuge wie Safexpert können dabei unterstützen – entscheidend bleibt jedoch ein klar definierter und durchgängiger Prozess.

Ihr Ansprechpartner

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Kontaktieren Sie uns gerne – wir beraten Sie gerne individuell zu Ihren Fragen!

Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre CE-Prozesse zu analysieren und die Anforderungen der Maschinenverordnung effizient umzusetzen – strukturiert, praxisnah und mit der passenden Softwarelösung.


Lucas Schott
Geschäftsführer

Telefon: +49 (0)9851-58 258 23
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